Zum Tag der Arbeit: Gastereien und Handwerk

Bis zur Reformation galt Arbeit als notwendiges Übel und gemäss der Bibel als kollektive Busstätigkeit. Doch mit der Reformation kam der Arbeitsfetisch: «Der Mensch ist zur Arbeit geboren wie der Vogel zum Fliegen», predigte Martin Luther. Die Idee, dass der Mensch durch Arbeit Gott gefallen kann, führte zu wirtschaftlichem Fortschritt – insbesondere in der Schweiz. 

 

In Anlehnung an diese Entwicklung findet am Samstag, 26. Mai 2018, der Erlebnistag «Gastereien & Handwerk» in der St.Galler Innenstadt statt. Dabei wird die Zeit der Reformation mit ihren epochalen Auswirkungen und ihrer geschichtsbildenden Kraft erlebbargemacht. Die drei Themenbereiche «Essen & Trinken», «Textiles & Mode» sowie «Kunst & Kultur» nehmen die Besucherinnen und Besucher zurück in die Arbeitswelt von vor 500 Jahren und stellen den Bezug zu heute dar.

Schauen Sie rund 25 Handwerkern bei der Herstellung diverser für die Zeit prägender Produkte – vom Buchbinden, Papierschöpfen, Töpferhandwerk, Haar- und Bartpflege, Hufschmiede, Spielwaren, Kräuterkunde oder Steinmetz – über die Schulter. Was war damals alles möglich, ohne den heutigen Strom aus der Dose?

Ergänzend dazu können Sie die Ess- und Trinkkultur der Reformationszeit im Sinne der «Gastereien» (Gastmähler) erleben. In Zusammenarbeit mit lokalen Gastwirten, Verbänden und Produzenten werden für die Reformationszeit ausschliesslich typische Speisen und Getränke angeboten, es können verschiedene Speisen verköstigt und deren Zubereitungsart kennengelernt werden. 

Mehr Informationen zum Erlebnistag «Gastereien & Handwerk» finden Sie hier.