«Reformation findet Stadt»

Warum kam es zu Bilderentfernungen in den St. Galler Kirchen und zum Bildersturm im Münster? Wie schmuggelte man verbotene Schriften? Ab wann konnte man sich scheiden lassen? Waren die Mönche im Kloster St.Gallen tatsächlich bewaffnet? Kurz: Was geschah während der Reformation?

Diesen und ähnlichen Fragen sind die Historikerinnen und Historiker der beiden St.Galler Stadtarchive und der Vadianischen Sammlung der Ortsbürgergemeinde St.Gallen nachgegangen. Entstanden ist eine reichhaltige Sammlung zur Reformation in St.Gallen, die u.a. digital, in einer Ausstellung und in einer Vortragsreihe verfügbar gemacht werden.

 

«Reformation im Internet»

Anhand von Originaldokumenten aus dem Stadtarchiv der Ortsbürgergemeinde St.Gallen und aus der Vadianischen Sammlung werden Menschen aus der Zeit der Reformation vorgestellt und Ereignisse in deren Zusammenhang erklärt. Alles digital bereitgestellt. Jeder Text beginnt mit einem abgebildeten Auszug aus einer Originalquelle und mit einer buchstabengetreuen Umschrift. Darauf folgen eine Übersetzung in heutiges Deutsch, eine Erläuterung zum spezifischen Fall («Fallbeispiel») und eine Interpretation («Hintergrund»).

Hier geht’s zur «Reformation im Internet».

 

Ausstellung «Reformation findet Stadt»

In der Ausstellung vom 28. Oktober bis 26. November 2017 im Keller des Stadthauses St.Gallen an der Gallusstrasse 14 werden viele der Originale gezeigt, die in den Texten «Reformation im Internet» beschrieben werden. Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag, 10-17 Uhr, Sonntag 11-17 Uhr. Der Besuch ist kostenlos. Für Führungen für Gruppen oder Spezialführungen für Schulklassen: Anfrage an rezia.krauer@ortsbuerger.ch.

 

Vortragsreihe «Stadtgeschichte im Stadthaus»

Historikerinnen und Historiker beleuchten auf Einladung des Stadtarchivs die Reformation und ihre Folgen in der Ostschweiz. Wöchentlich vom 26.10. bis 7.12.2017, jeweils 18-19 Uhr. Eintritt frei. Das Programm wird auf www.stadtarchiv.ch aufgeschaltet.